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Kapitel 2.2.1.3: Implizites Wissen


Prozedurales und deklaratives Wissen allein reichen jedoch in vielen Fällen immer noch nicht aus, um eine bestimmte Tätigkeit ausführen zu können. Wenn ein Fußballspieler weiß, wie der Ball auf das Tor zu schießen ist, so heißt dies noch lange nicht, daß er auch die Fertigkeit (skill) dazu hat. Implizites Wissen kann auch als motorische Fertigkeit bezeichnet werden, es läßt sich (meistens) nicht verbalisieren [vgl. Haag 95, S. 39].

Implizites Wissen bildet einen notwendigen Bestandteil unseres Erkennens und Verstehens, das für alle Formen des theoretischen und praktischen Wissens konstitutiv ist. Wie soll ein Kind beispielsweise wissen, daß wir nicht die Farbe des Autos oder seine Bewegung meinen, wenn wir auf ein fahrendes Auto zeigen und laut "Auto" zum Kind sagen? [vgl. Baumgartner, Payr 94, S. 30-34]

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