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Die Wahl einer geeigneten Lernstrategie ist einerseits vom Fachgebiet abhängig. Eine Simulation eignet sich beispielsweise für die Ausbildung in der Kardiologie (viele zeitliche Abläufe) sehr gut, währenddessen sie in der Dermatologie (viel Faktenwissen) weniger angebracht ist.
Andererseits spielt die Lernstufe, d.h. das bereits vorhandene Wissen eine wichtige Rolle. Tutanden sollten beim Lernen um so mehr Freiheiten haben, je mehr Wissen sie bereits besitzen. Für die Programmentwicklung bedeutet das, daß sich der Autor bei der Planung innerhalb einer Lernstufe bewußt für das entsprechende Lernparadigma entscheiden sollte [vgl. Haag 95, S. 48-49].
Die Tabelle 2 faßt die wichtigsten Punkte der drei Lernparadigmen noch einmal zusammen und stellt sie gegenüber [vgl. Baumgartner, Payr 94, S. 110].
| Kategorie | Behaviorismus | Kognitivismus | Kontruktivismus |
| Gehirn ist ein | passiver Behälter | informationsverarbeitendes "Gerät" | informationell geschlossenes System |
| Wissen wird | abgelagert | verarbeitet | konstruiert |
| Wissen ist | eine korrekte Input-/Outputrelation | ein adäquater interner Verarbeitungsprozeß | mit einer Situation operieren zu können |
| Lernziele | richtige Antworten | richtige Methoden zur Antwortfindung | komplexe Situationen bewältigen |
| Paradigma | Stimulus-Response | Problemlösung | Konstruktion |
| Strategie | lehren | beobachten und helfen | kooperieren |
| Lehrer ist | Autorität | Tutor | Coach, Moderator |
| Feedback | extern vorgegeben | extern modelliert | intern modelliert |
Abschließend kann man sagen, daß es an jeder der dargestellten Theorien brauchbare Ansätze gibt, aber keine für die Verwendung in CBT-Systemen optimal ist [vgl. Baumgartner, Payr 94b, S. 138-142].
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