|
|
Ein Rasterbildformat teilt ein Bild in ein Netz von gleichgroßen Stücken ein, die Pixels genannt werden, und speichert zu jedem Pixel Farbinformationen ab. Die Anzahl der Farben, die eine Bilddatei enthalten kann, ist von der Anzahl der Bits je Pixel (Bits-Per-Pixel) abhängig: Je mehr Informationen zu einem Pixel gespeichert sind, desto mehr Details und Farben kann die Datei aufnehmen. Die meisten Rasterbildformate unterstützen unterschiedliche Farbtiefen.
Die Farbinformationen werden von den meisten Rasterbildformaten auf Pixelbasis gespeichert, einige Formate arbeiten auch mit color channels ("Farbebenen").
Um die Farben auf einem Computermonitor darstellen zu können, gibt es verschiedene Methoden. Die beiden häufigsten Methoden sind RGB und HSL.
Bei der RGB-Methode werden die Farben rot, grün und blau kombiniert. Zum Beispiel ist rot als 100 % rot, 0 % grün und 0 % blau definiert. Wenn alle drei Grundfarben die Werte 0 % haben, erhält man schwarz, wenn sie alle die Werte 100 % haben ist das Ergebnis weiß. Für Echtfarbendarstellung wird jede Grundfarbe mit einem Byte eingestellt, d.h. jede Grundfarbe kann einen Wert zwischen 0 und 255 annehmen.
Die HSL-Methode verwendet zur Farbdefinition die Merkmale
Farbton (hue), Sättigung (saturation) und Helligkeit
(luminance).
"Hue" beschreibt den Farbton, der durch ein zirkuläres Spektrum
angegeben wird. Dieses Spektrum fängt bei rot an, läuft über
grün und blau und kehrt wieder zu rot zurück.
"Saturation" beschreibt die Reinheit des Farbtons. Eine Farbe mit der
Sättigung von 100 % ist hell und lebendig, eine Farbe mit der
Sättigung von 0 % ist ein grauer Schatten.
"Luminance" beschreibt die Helligkeit des Farbtons. Ein Farbton mit der
Helligkeit von 100 % ist immer weiß und ein Farbton mit 0 % Helligkeit
ist immer schwarz.
Einige Rasterbildformate werden in den folgenden Abschnitten mit ihren Eigenschaften, Vor- und Nachteilen kurz vorgestellt. Die wichtigsten Formate sind in der Tabelle 5 zusammengefaßt.
endung |
Varianten | Farbtiefe |
Sonstiges | |
| Windows: RGB oder Run-lenght encoded OS/2: RGB encoded |
Das OS/2 Bitmap-Format unterscheidet sich geringfügig vom Windows Bitmap-Format. | |||
| Windows ab Version 3.0, OS/2 ab Version 1.2 und RIFF; RBG oder Run-length encoded |
Von IBM und Microsoft definiertes Format zur geräteunabhängigen Speicherung von Bitmap-Bildern. Bei Farbtiefen bis 8 Bit werden Farbpaletten unterstützt. | |||
| Versionen 87a und 89a, interlaced und non-interlaced |
Durch das Internet sehr weit verbreitetes Format. Einfache Animationen werden unterstützt. | |||
| compressed uncompressed |
Grafikformat aus der AMIGA-Welt. Wird auf dem PC durch Deluxe Paint unterstützt. Das Format kann auch Sounddaten speichern. | |||
| Old Style und New Style | Kann von vielen Programmen importiert werden. | |||
| Huffmann compressed | JFIF ist eine Untermenge des JPEG-Standards. | |||
(MAC) |
selten: PNT) |
verschiedene Varianten | Macintosh-Format, unter DOS/Windows verfügbar. | |
(PICT) |
(PCT) |
Version 1 (monochrom) Version 2 (color) |
8 Bit |
Auf dem Macintosh weit verbreitetes Format, unter DOS/Windows mit der Endung .PCT verfügbar. |
| Version 2 und 3 Version 5 |
24 Bit |
Auf dem PC weit verbreitet, aber kann vom Macintosh nicht verarbeitet werden. | ||
| Relativ neues Format mit Animationsmöglichkeit. Wird bislang nur von wenigen Programmen auf verschiedenen Plattformen unterstützt, aber im WWW wird es zunehmend beliebter. | ||||
| Bitmap-Variante | Bitmap-Variante unter Windows | |||
| RGB und RLE encoded | Die Endung .RAS ist nur unter DOS/Windows üblich. | |||
| compressed uncompressed |
Ursprünglich zur Speicherung von Echtfarbenbildern entwickelt. | |||
(TIFF) |
no compression, Huffmann compressed, PackBit, LZW, Fax Group 3 und 4 |
Hersteller- und plattformübergreifendes Format. |
|
|