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Die originalgetreuen Aufzeichnungsverfahren verwendet man typischerweise bei aus externen Quellen stammenden Geräuschen. Dabei werden die Signale mit einem A/D-Wandler in eine digitale Form überführt. Das Ergebnis ist eine Folge von kurz hintereinander abgetasteten Tonsignalwerten (Samples).
Zur Wiedergabe werden diese Daten mit einem Geräuschegenerator auf einem Lautsprecher ausgegeben.
Natürlich eignen sich diese Verfahren auch zur Aufzeichnung von Geräuschen, die nicht aus externen Signalquellen stammen, sondern mit einem Computer erzeugt und/oder bearbeitet wurden.
NeXT/Sun Audio File-Format (AU)Dieses File-Format ist in der UNIX-Welt weit verbreitet. Es ist außerdem häufig im Internet anzutreffen und wird beispielsweise vom WWW-Browser "Netscape Navigator" standardmäßig auch unter anderen Betriebssystemen unterstützt. Da dieses Format im Header die Signatur ".snd" stehen hat, spricht man gelegentlich auch von ".snd-Ressourcen" [vgl. Born 95, S. 576 - 578].
Audio Interchange Format File (AIFF)Dieses Format wird häufig auf Macintosh-Computern verwendet. Es ist eine Variante des IFF-Formats, das von AMIGA-Systemen unterstützt wird. Die AIFC-Spezifikation (auch als AIFF-C bezeichnet) ist eine erweiterte Variante, die komprimierte Daten speichern kann [vgl. Born 95, S. 554].
Waveform Audio (WAV)Dieses Format stellt eine der Implementierungen des von Microsoft vorgeschlagenen Formats RIFF dar und wird auf Windows-Systemen oft verwendet. Es werden Mono- und Stereo-Aufzeichnungen mit 8 oder 16 Bits pro Sample unterstützt. Eine Kompression wird nicht unterstützt [vgl. Born 95, S. 555-557].
Creative Voice Format (VOC)Das Creative-Voice-Format wurde von der Firma Creative Labs, dem Entwickler der Soundblaster-Karten, definiert. Es unterstützt gepackte Sounddaten und trägt damit der Tatsache Rechnung, daß die Soundblaster-Karten hardwaremäßig gepackte Daten dekodieren und ausgeben können. Der sich auf dem Soundblaster-Chip befindende Komprimierungsalgorithmus ist so angelegt, daß er aus den Original-Sounddaten, die normalerweise mit 8 Bit pro Sample abgetastet werden, nur bestimmte Bits ausfiltert, d.h. beim Entpacken werden die 8 Bit nicht mehr erreicht und es findet ein Qualitätsverlust statt. Das VOC-Format unterstützt sowohl Mono- als auch Stereo-Aufnahmen. Es wird auf dem PC (d.h. DOS, Windows, OS/2) eingesetzt. [vgl. Born 95, S. 536-543].
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