[Lehrstuhl][INHALT][LITERATUR][HILFE][ZURÜCK][TITELSEITE][VOR]

Kapitel 7.6: Empfehlungen


Eine objektive Bewertung der hier aufgeführten Programme ist schon aufgrund ihres unterschiedlichen Inhalts nicht möglich. Nachfolgend werden einige Programme herausgehoben, die aus der Sicht eines Informatikers interessant zu sein scheinen.

Von der Browingsystemen sollen hier die Laennec CD-ROM, KOAG und Voxel-Man genannt werden:

Laennec ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Multimedia sinnvoll in ein Lernprogramm integriert werden kann (auch wenn es manchmal noch Probleme mit der Synchronisation bei Animationen mit Geräuschen gibt). Der Tutand wird in die Technik der klinischen Untersuchungen in der Pneumologie (Inspektion, Palpation, Perkussion, Auskultation) eingeführt. In einem hierarchisch aufgebauten Browsingsystem bedient sich dazu das Programm interaktiver Animationen, Videosequenzen und Geräuschen (von Atem). Desweiteren kann der Tutand acht klinische Fälle selbständig lösen.

Bei KOAG (Grundlagen der Gerinnung) werden Animationen zur Motivierung des Tutanden verwendet, z.B. ein Spielautomat, um die nächste Frage auszuwählen. Desweiteren haben sich die Autoren viel Mühe bei den Fragen gegeben, die in verschiedenen Formen präsentiert werden (Multiple-Choice, Zuordnung, Texteingabe).

Voxel-Man läuft nicht auf einem normalen PC, wie ihn ein Student vielleicht zu Hause stehen hat, sondern nur auf größeren UNIX-Workstations, dafür ist hier aber die Speicherung der Daten interessant. Die Bilder sind nicht statisch abgelegt, sondern werden zur Laufzeit aus kleinen "Voxels" berechnet. Damit stehen dem Anwender viele Möglichkeiten offen, die andere Programme so nicht bieten können (z.B. Einfärben von Strukturen und dreidimensionales Drehen, wobei die eingefärbten Strukturen auch in der neuen Ansicht erhalten bleiben).

Die AnaTü-Tutor-Programme Histologie und Makroskopie sind Tutorsysteme, die auch als Browsing-Systeme genutzt werden können. Sie zeichnen sich durch eine übersichtliche und intuitiv zu bedienende Benutzerschnittstelle aus. Der Lehrstoff ist in Kurstagen gegliedert.

Zur Prüfungsvorbereitung auf das Physikum oder 1. Staatsexamen eignet sich das Drillprogramm MediCumLaude gut. Die Bedienung des Programmes ist auch für unerfahrene Computerbenutzer innerhalb kürzerer Zeit einfach zu erlernen.

Die Programme der Cyberlog-Reihe (Diabetes Typ II, Bluthochdruck, Koronare Herzkrankheiten usw.) sind ein gutes Beispiel dafür, daß auch unter MS-DOS benutzerfreundlichen Lernprogramme entwickelt werden konnten.

Von den Simulationssystemen ist zunächst einmal SimNerv zu erwähnen, weil es einen virtuellen Raum (Labor) simuliert, in dem Versuche an Tieren durchgeführt werden können.

Der VR-Arthroskopie-Trainingssimulator ermöglicht es den Tutanden an einer Kunstnachbildung des Kniegelenks mit Originalinstrumenten erste arthroskopische Übungen durchzuführen. Dabei wird das Kniegelenk als animiertes dreidimensionales Modell in der UNIX-Workstation nachgebildet und am Monitor als Echtzeitsimulation dem Tutanden präsentiert.

In der Simulation kardialer Notfälle kann der Tutand unter Zeitdruck verschiedene Patienten mit Herzinfakt behandeln. Am Ende der Behandlung werden seine Aktionen vom System bewertet.

ILIAD und der Neurologie-Trainer sind die "intelligenten" Programme unter diesen Lernsystemen. ILIAD ist ein Expertensystem, das einen Simulationsmodus besitzt, in dem der Tutand verschiedene Fälle durchspielen kann. Der Neurologie-Trainer basiert auf der Expertensystem-Shell D3. Hier kann der Tutand sein Wissen an rund 200 verschiedenen Fällen einüben.

[Lehrstuhl][INHALT][LITERATUR][HILFE][ZURÜCK][TITELSEITE][VOR]